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Ulrich W. Hütter

* 18. Dezember 1910 in Pilsen; † 12. August 1990 in Kirchheim unter Teck

Dieser markante und auffallend freundliche Mann ist Herr Hütter. Wir haben ihm diesen Platz im Wandbild geschaffen, da er für uns ein großartiger Ingenieur ist, der bekannt als „Vater der Windkraft“ eine wahrhaft unerschöpfliche Energiequelle im großen Stil nutzbar machte,

Ulrich W. Hütter war ein österreichisch-deutscher Ingenieur und Hochschullehrer. Hütter gilt als ein herausragender Pionier der Windenergiegewinnung.

Seine Promotion erfolgte 1942 bei Feifel an der TH Wien mit einem „Beitrag zur Schaffung von Gestaltungsgrundlagen für die Windkraftwerke“, der sogenannten Hütter’schen Windrotor-Theorie.

Hütter lebte von 1939 bis 1943 in Weimar und arbeitete dort unter anderem als Leiter der aerodynamischen Abteilung der Weimarer Ingenieursschule und Konstrukteur der vom Thüringer Gauleiter Fritz Sauckel und dem SS-Offizier, IG Farbenchemiker und Mitglied des Freundeskreis Reichsführer SS Walther Schieber gegründeten Firma Ventimotor GmbH. Ventimotor wurde unter anderem als Lieferant für dezentrale Windkraftanlagen im Rahmen des Generalplan Ost nach einem eventuellen Endsieg propagiert. 1943 wurden die Aktivitäten von Ventimotor eingestellt, Hütter wurde zum Forschungsinstitut der Graf Zeppelinwerke (FGZ) nach Ruit bei Stuttgart einberufen und dort Leiter der Konstruktionsabteilung, u. a. für bemannte Flugkörper, Unterwasserschleppanlagen und den Nachtjäger Hütter Hü 211.

1944 erhielt Hütter einen Lehrauftrag für Strömungslehre und Flugmechanik an der TH Stuttgart. Nach dem Kriegsende und einer kurzen Internierung arbeitete Hütter von 1946 bis 1959 als Konstruktionsleiter bei der Firma Allgaier Werke in Uhingen, Württemberg. Erst 1952/53 erfolgte die Erneuerung des Lehrauftrages an der TH Stuttgart, 1957 die Habilitation zum Thema Fangstartverfahren mit durch Schirm gedämpften Anschleppstoß. Hütters 1957 entwickelte Windkraftanlage StGW-34 gilt als Meilenstein der Geschichte der Windenergienutzung und das Urmuster aller modernen „Freifahrenden Turbinen“. Hütter wurde 1959 außerordentlicher Professor sowie Leiter der neu gegründeten Abteilung Angewandte Flugphysik in Stuttgart (heute: Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie, zwischenzeitlich: Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung des DLR) der Deutschen Forschungsanstalt für Hubschrauber- und Vertikalflugtechnik (DFH) (heute: DLR) und 1965 Lehrstuhlinhaber des Instituts für Flugzeugbau an der TU Stuttgart. 1969 wurde die bisherige Abteilung der DFVLR (1968 wurde die bereits in die DFL eingegliederte DFH wiederum zur DFVLR zusammengefasst) zum Institut mit Hütter als Leiter ernannt.

Hütter wurde 1980 emeritiert.

1986 wurde das „Windenergie-Testfeld Ulrich Hütter“ in Schnittlingen, Baden-Württemberg nach ihm benannt

(Ulrich W. Hütter – Fotograf Unbekannt)


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Die gesamte Wand mit allen Informationen sind auch hier zu finden.